Yasaman Ahmadi
Kli­ma­sen­si­ble und alters­an­ge­passte urbane Platz­räume
Yasa­man Ahmadi
Kli­ma­sen­si­ble und alters­an­ge­passte urbane Platz­räume

Yasa­man Ahmadi

yasaman.​ahmadi@​ilpoe.​uni-​stuttgart.​de

Öffent­li­che Platz­räume sind wesent­lich für die Qua­li­tät des städ­ti­schen Lebens und die bau­li­che Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del. In einer Stadt wie Stutt­gart, die auf­grund ihrer Kes­sel­lage von den nega­ti­ven Fol­gen des Kli­ma­wan­dels und der Ver­knap­pung des öffent­li­chen Rau­mes durch Ver­kehrs­in­fra­struk­tu­ren und Pri­va­ti­sie­rung betrof­fen ist, spielt eine alters- und kli­ma­an­ge­passte Gestal­tung öffent­li­cher Räume eine beson­ders große Rolle. Im Fokus die­ser Dis­ser­ta­tion liegt die Erar­bei­tung von Grund­la­gen­wis­sen, Ent­wurfs­in­stru­men­ten und Gestal­tungs­stra­te­gien für öffent­li­che städ­ti­sche Platz­räume in Stutt­gart, die zur Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät bei­tra­gen und dar­über hin­aus die Gesund­heit, Akti­vi­tät und das auto­nome Leben ins­be­son­dere der älte­ren Stadt­be­woh­ner för­dern. Urbane Plätze sind das zen­trale Raum­ele­ment, in dem unter­schied­li­che Akti­vi­tä­ten im Freien statt­fin­den, näm­lich not­wen­dige, frei­wil­lige und soziale. Diese bie­ten sich beson­ders gut an, um das Zusam­men­spiel zwi­schen gebau­ter Umwelt mit ihren jewei­li­gen kli­ma­ti­schen und bau­li­chen Eigen­schaf­ten – aus der Per­spek­tive der Pla­nen­den – und dem Leben der Men­schen und ihrer Nut­zung – aus der Per­spek­tive der Nut­zen­den – im All­tag zu erfor­schen. Ziel ist die Her­aus­ar­bei­tung von Zusam­men­hän­gen zwi­schen phy­si­schem Raum und des­sen Gebrauch in Hit­ze­pe­ri­oden und Über­gangs­jah­res­zei­ten um die Anpas­sungs­be­darfe urba­ner Frei­räume her­zu­lei­ten und ihre Pla­nung und Gestal­tung ver­bes­sern zu kön­nen. Eine wich­tige Frage ist dann, inwie­fern all­täg­li­ches Nut­zungs­ver­hal­ten und der Gebrauch durch ältere Nut­zer die Gestal­tungs­for­men und die Anpas­sung der gebau­ten Umge­bung bei unter­schied­li­chen mikro­kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen zu beein­flus­sen ver­mö­gen.