Stadt ohne Bar­rie­ren – Stadt zum Begrei­fen

Pro­jekt­werk­statt | WS 2013/14
Ver­an­stal­tungs­art: SE
SWS 2, ECTS 3
Raum: A072
Kon­takt: Sonja Kraus, Janin Dziam­ski & Leo­nie Rich­ter
E‑Mail: stadtohnebarrieren@​gmail.​com
Ter­mine: 10–14 Uhr, 1. Ter­min: 25.10.2013


Die Schaf­fung von Bar­rie­re­frei­heit dient dem Ziel, allen Men­schen ein selbst­be­stimm­tes Leben und eine gleich­be­rech­tigte Teil­habe an allen Lebens­be­rei­chen zu ermög­li­chen. Bar­rie­re­frei­heit ist dann erfolg­reich umge­setzt, wenn sich Men­schen ihren Fähig­kei­ten gemäß sowohl in ihrer Frei­zeit, in ihrer Woh­nung, ihrem direk­ten Wohn­um­feld, im Ver­kehr und im Stadt­raum bewe­gen, ori­en­tie­ren und agie­ren, als auch kom­mu­ni­zie­ren und infor­mie­ren kön­nen.
Zugäng­lich­keit und Erreich­bar­keit umfas­sen viele Berei­che: ange­fan­gen von den bau­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, über die Ver­kehrs­an­bin­dung, die Kom­mu­ni­ka­tion, die rich­tige Spra­che bis hin zur Beschriftung/​ Beschil­de­rung und Kenn­zeich­nung. In die­sem Semes­ter wer­den Zugäng­lich­keit und Erreich­bar­keit unter dem Aspekt des ‚Stadt-(be)greifens‘ betrach­tet.
Wenn wir uns ori­en­tie­ren, set­zen wir unsere fünf Sinne ein. Für Men­schen mit Seh‑, Hör‑, Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen oder Ver­ständ­nis und Ori­en­tie­rungs­schwie­rig­kei­ten ist es beson­ders wich­tig, sich im Vor­hin­ein umfang­reich infor­mie­ren zu kön­nen. Dabei geht es nicht allein darum, die geo­gra­fi­sche Lage ein­zel­ner Orte zu ken­nen, son­dern das Wesen eines Ortes zu erfas­sen. Zur Ori­en­tie­rung die­nen Erleb­nisse, die wir mit dem Ort ver­bin­den, Ele­mente, die wir dort vor­fin­den, vor­han­dene Beschil­de­rung (Far­ben, Schrift, Pik­to­gramme), aber auch tech­ni­sche Hil­fen (z.B. Ori­en­tie­rung durch Abru­fen von Infor­ma­tio­nen über Handy mit­tels GPS). Ori­en­tie­rungs­sys­teme bie­ten ein gro­ßes Poten­zial, um allen Men­schen einen bar­rie­re­freien Zugang zum städ­ti­schen Raum zu ermög­li­chen. Dabei wer­den in der Pro­jekt­werk­statt wei­tere Arten der Infor­ma­ti­ons­be­reit­stel­lung bspw. mit­tels Braille­schrift, die erha­ben aus­ge­prägte Pro­fil­schrift, bis hin zu Tast­mo­del­len, the­ma­ti­siert.
Im Semi­nar arbei­ten wir pro­jekt­ori­en­tiert und expe­ri­men­tell. Die Ver­an­stal­tungs­form ori­en­tiert sich dabei an der Arbeits­weise eines Stu­di­en­pro­jek­tes am ISR (Insti­tut für Stadt- und Regio­nal­pla­nung) der TU Ber­lin. Im the­ma­ti­schen Rah­men, wer­den wir aus der inter­dis­zi­pli­nä­ren Exper­tise der Teil­neh­men­den ein Semes­ter­pro­jekt ablei­ten, in Grup­pen­ar­beit ein­zelne The­men­be­rei­che inten­si­vie­ren und abschlie­ßend ein gemein­sa­mes Ergeb­nis erar­bei­ten und ggf. öffent­lich­keits­wirk­sam prä­sen­tie­ren. Der Kurs wird beglei­tet durch Gast­vor­träge von Expert_​innen aus Wis­sen­schaft und Pra­xis sowie Kurz­ex­kur­sio­nen in und im nahen Umland Ber­lins.
Diese Ver­an­stal­tung kann im freien Wahl­be­reich ange­rech­net wer­den.
Wei­tere Ter­mine sind:
01.11.2013 Grund­la­gen­er­mitt­lung
08.11.2013 The­men­fin­dung, Ein­tei­lung & Arbeit in Klein­grup­pen
29.11.2013 Außen­ter­min: All­ge­mei­ner Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein Ber­lin (ABSV), Gast­re­fe­rent Dipl. Ing. Peter Wol­ters­dorf
06.12.2013 Grup­pen­sit­zung
13.12.2013 Lärm und Raum – Psy­cho­akus­tik, Gast­re­fe­ren­tin Prof. Dr. Bri­gitte Schulte-Fort­kamp
10.01.2014 Desi­gna­bi­li­ties – Design and Disa­bi­lity, Gast­re­fe­rent: Dipl.-Des. Tom Bie­ling
24.01.2014 Abschlussprä­sen­ta­tion, Prä­sen­ta­tion der Semes­ter­ab­schluss­ar­bei­ten
Unter­stüt­zer:
Kom­pe­tenz­zen­trum Bar­rie­re­frei Pla­nen und Bauen (http://​www​.kom​pe​tenz​zen​trum​-bar​rie​re​frei​.de/)
ZeTeL e.V. – För­der­ver­ein für Zen­tren für Tech­ni­sche Lebens­hil­fen zur Ver­bes­se­rung der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung (http://​www​.zetel​-ev​.de/)