AIV-Schin­kel-Wett­be­werb 2013: Trans­for­ma­tion TXL
AIV-Schin­­kel-Wet­t­­be­­werb 2013: Trans­for­ma­tion TXL
Son­der­preis Städ­te­bau

„Expe­ri­men­tier­feld Tege­ler Mischung“

Die dies­jäh­rige Auf­gabe beschäf­tigte sich mit der Nach­nut­zung des Tege­ler Flug­fel­des. Hierzu waren aus­drück­lich unter­schied­li­che Hal­tun­gen und Her­an­ge­hens­wei­sen erwünscht. Ergän­zend wurde über eigene Koope­ra­ti­ons­auf­ga­ben der inter­dis­zi­pli­näre Dia­log inner­halb der ver­schie­de­nen Fach­spar­ten ange­regt.

Aus­ge­hend von den angren­zen­den Stadt­fel­dern war ein Kon­zept zu ent­wi­ckeln, das die Qua­li­tä­ten des Ortes akzen­tu­iert, neuen Flä­chen­an­sprü­chen genügt und unter­schied­li­che Sze­na­rien zulässt. Gefor­dert wurde eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den The­men stadt­räum­li­che Iden­ti­tät, Flä­chen- und Res­sour­cen­scho­nung, Ener­gie­ef­fi­zi­enz sowie Nut­zungs­mi­schung:

Anstelle eines umfas­sen­den Mas­ter­plans mit Bebau­ungs­kon­zep­tion für die Gesamt­flä­che des Flug­ha­fens sollte sich der städ­te­bau­li­che Ent­wurf auf über­schau­bare Stadt­be­rei­che und ihre Ent­wick­lungs­ho­ri­zonte kon­zen­trie­ren. Unter Ein­be­zie­hung aktu­el­ler Bedarfe war für das Areal eine zurück­hal­tende und behut­same Ent­wick­lungs­stra­te­gie auf­zu­zei­gen, die ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen künf­tig bebau­ba­ren und zu schüt­zen­den Flä­chen eta­bliert.

Son­der­preis Städ­te­bau

Start­bahn 03

Felix Bent­lin
Johan­nes Hipp

Aus­zug aus der Nie­der­schrift der Jury

„Das Kon­zept schlägt zur Nach­nut­zung des Flug­ha­fen­are­als eine stu­fen­weise Ent­wick­lung vor, die anhand der fünf Ent­wick­lungs­stränge Kanal, Woh­nen, ÖPNV, Gewerbe und Natur durch­ge­spielt wird. Die erste Umset­zungs­phase kon­zen­triert sich auf den Auf­bau einer räum­li­chen Fas­sung des Fel­des. Dabei wer­den bestehende Lücken und Raum­frag­mente ver­voll­stän­digt sowie Über­gänge zu den benach­bar­ten Stadt­fel­dern aus­ge­bil­det. Für eine zweite Aus­bau­stufe ver­or­tet der Ent­wurf „Mög­lich­keits­fel­der“, die eine wei­tere bau­li­che Inan­spruch­nahme des Flug­fel­des orga­ni­sie­ren. Als gemein­same Ent­wick­lungs­achse für die geplan­ten Bau­fel­der wird ein Was­ser­ka­nal vor­ge­schla­gen. Der Was­ser­lauf zweigt vom Hohen­zol­lern­ka­nal im Bereich des Flug­ha­fen­ter­mi­nals ab, ver­läuft par­al­lel zur süd­li­chen Flug­feld­grenze und endet in einem Hafen­be­cken am Kurt-Schu­ma­cher-Platz.“

„Zu den beson­ders impuls­ge­ben­den Set­zun­gen der Arbeit gehö­ren die Neu­or­ga­ni­sa­tion des Kurt-Schu­ma­cher-Plat­zes an der West­seite sowie seine Öff­nung hin zum angren­zen­den Flug­feld. Mit der Ver­knüp­fung von räum­li­chen und zeit­li­chen Set­zun­gen gelingt es der Arbeit, bei­spiel­haft die Viel­schich­tig­keit städ­te­bau­li­cher Rand­be­din­gun­gen kon­zep­tio­nell ein­zu­be­zie­hen. Ins­ge­samt bie­tet das Kon­zept über alle Ent­wick­lungs­pha­sen eine nach­voll­zieh­bare Stra­te­gie zur Qua­li­fi­zie­rung des Stand­or­tes.“