Karin Hopfer
Ruhende Mobi­li­tät – Der Pkw-Stell­platz im Woh­nungs­neu­bau im Span­nungs­feld…
...zwischen Kosten, Flächenverbrauch, Stadtraumqualität und Mobilitätsverhalten

„Jede Fahrt mit einem Pkw beginnt und endet auf einem Stell­platz.“ Diese auf den ers­ten Blick simple Fest­stel­lung hat weit­rei­chende Aus­wir­kun­gen auf die Qua­li­tät und Ent­wick­lung unse­rer Städte. Ins­be­son­dere beim Woh­nungs­bau steht der Pkw-Stell­platz in einem kom­ple­xen Span­nungs­feld zwi­schen Kos­ten, Flä­chen­ver­brauch, Stadt­bild- bzw. Frei­raum­qua­li­tät und Mobi­li­täts­ver­hal­ten der Bewoh­ner. Eine lang­fris­tig zweck­mä­ßige und bedarfs­ge­rechte Unter­brin­gung des ruhen­den Pkw-Ver­kehrs birgt ein enor­mes Poten­zial für die Stadt­ent­wick­lung und die Attrak­ti­vie­rung des Wohn­um­fel­des. Da trotz der gro­ßen Bedeu­tung des The­mas die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der ruhen­den Mobi­li­tät in der aktu­el­len stadt­pla­ne­ri­schen Dis­kus­sion und Pra­xis als ver­nach­läs­sigt ein­ge­stuft wer­den kann, setzt das Dis­ser­ta­ti­ons­vor­ha­ben bei die­sem For­schungs­de­fi­zit an.

Das Dis­ser­ta­ti­ons­vor­ha­ben beschäf­tigt sich damit, wie der für den ruhen­den Ver­kehr not­wen­dige Raum quan­ti­ta­tiv und qua­li­ta­tiv im Woh­nungs­neu­bau opti­miert und wie durch Maß­nah­men bei der Par­kie­rung die Ver­kehrs­be­las­tung in den Städ­ten redu­ziert wer­den kann. In der Arbeit wird unter­sucht, ob die aktu­elle Geset­zes­lage zur Her­stel­lung von Stell­plät­zen (Fokus Baden-Würt­tem­berg) zweck­mä­ßig ist und wie Par­kie­rungs­an­la­gen stadt­bild­ver­träg­lich sowie flä­chen- und kos­ten­spa­rend unter­ge­bracht wer­den kön­nen. Ziel ist es, das Thema des ruhen­den Pkw-Ver­kehrs in sei­ner Kom­ple­xi­tät zu unter­su­chen und dar­auf auf­bau­end Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Ver­bes­se­run­gen zu for­mu­lie­ren. Zusam­men­fas­send steht in dem Dis­ser­ta­ti­ons­vor­ha­ben die Frage im Fokus, durch wel­che Stra­te­gien beim ruhen­den Ver­kehr im Woh­nungs­neu­bau der moto­ri­sierte Indi­vi­du­al­ver­kehr, der Flä­chen­ver­brauch und die Kos­ten für das Woh­nen redu­ziert und die Stadt­raum­qua­li­tät ver­bes­sert wer­den kön­nen.