BMUB/BBSR: Fach­li­cher Nach­wuchs ent­wirft Zukunft

2016 – 2020

Thema

Der Aus­tausch zwi­schen den Pla­nungs­fa­kul­tä­ten in Deutsch­land und dem Bun­des­bau­mi­nis­te­rium ist ein zen­tra­les Anlie­gen der Natio­na­len Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik. Rele­vanz ent­fal­tet dies vor dem Hin­ter­grund immer kom­ple­xer und inter­dis­zi­pli­nä­rer wer­den­der Pro­blem­stel­lun­gen der Pla­nung.

Das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt „Fach­li­cher Nach­wuchs ent­wirft Zukunft“ wid­met sich aktu­el­len For­schungs­fra­gen der Stadt­ent­wick­lung. Haupt­ak­teure des Pro­jekts sind ange­hende Pla­ner und Gestal­ter. Einer­seits sol­len ihre Visio­nen, Stra­te­gien und Arbeits­wei­sen neu­ar­ti­gen und unkon­ven­tio­nel­len Input zur Stadt­ent­wick­lung und Stadt­pla­nung in Deutsch­land lie­fern. Ande­rer­seits wer­den Stu­die­rende an die For­schung und Pra­xis der Natio­na­len Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik her­an­ge­führt und erhal­ten so Ein­bli­cke in die Auf­ga­ben­fel­der der Res­sort­for­schung und ‑poli­tik des Minis­te­ri­ums. Ein Inno­va­ti­ons­po­ten­zial ergibt sich durch das Auf­grei­fen beson­ders zukunfts­re­le­van­ter The­men. Ziel ist es, durch eine breite Ein­bin­dung ver­schie­dens­ter stadt­pla­nungs­na­her Lehr­stühle aus­ge­wählte Rah­men­the­men umfas­send sowie viel­schich­tig zu ergrün­den und in eine breite Fach­öf­fent­lich­keit – vor allem aber auch in Poli­tik und Ver­wal­tung – zu tra­gen.

Pro­jekt

Seit 2010 wird das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt all­jähr­lich rea­li­siert. Bis 2019 wird es drei wei­tere Pro­jekt­durch­läufe geben, die Stu­die­ren­den aus den betei­lig­ten Stu­di­en­gän­gen (u. a. Archi­tek­tur, Städ­te­bau, Stadt- und Regio­nal­pla­nung, Raum­pla­nung, Urba­nis­tik) eine Platt­form bie­ten, inno­va­tive Kon­zepte zu aktu­el­len The­men der Stadt zu ent­wi­ckeln und zu kom­mu­ni­zie­ren. Hoch­schul- und schwer­punkt­über­grei­fend set­zen sich die Pro­jekt­teil­neh­mer mit kom­ple­xen Pla­nungs- und Gestal­tungs­fra­gen der Zukunft von Stadt aus­ein­an­der, indem die The­men in die Lehre inte­griert wer­den und dazu eine gemein­same, hoch­schul­über­grei­fende Work­shop­wo­che (Som­mer- bzw. Win­ter­schule) gestal­tet wird. Damit wird der Dia­log zwi­schen den Hoch­schu­len auf meh­re­ren Ebe­nen inten­si­viert:

 

  • Die Viel­falt der Hoch­schu­len ermög­licht inhalt­li­che Breite und Tiefe bei der Bear­bei­tung der Rah­men­the­men.
  • Die Som­mer- bzw. Win­ter­schu­len eta­blie­ren sich als For­mat des Aus­tauschs und der Dis­kus­sion.
  • Die gemein­same Auf­be­rei­tung und Prä­sen­ta­tion der Ergeb­nisse för­dert eine Posi­tio­nie­rung der Hoch­schu­len in der bun­des­deut­schen Stadt­ent­wick­lungs­de­batte.

Es wer­den unter­schied­li­che metho­di­sche und inhalt­li­che Her­an­ge­hens­wei­sen erprobt. Stu­die­rende reflek­tie­ren durch die hoch­schul­über­grei­fende Arbeit ihr eige­nes Lern- und Arbeits­ver­hal­ten. Pra­xis, For­schung und Lehre wer­den von Beginn an durch die Ein­be­zie­hung aktu­el­ler Pro­jekte der Natio­na­len Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik und ande­rer Pra­xis­bei­spiele zusam­men­ge­bracht.

Ins­ge­samt gene­riert das Pro­jekt einen Aus­tausch zwi­schen Hoch­schu­len und Pra­xis, zwi­schen Nach­wuchs und Eta­blier­ten und zwi­schen den Hoch­schu­len unter­ein­an­der. Dahin­ter steht die Inten­tion, neue Impulse durch die Ideen der Stu­die­ren­den zu zukunfts­re­le­van­ten The­men anzu­sto­ßen, den Nach­wuchs an die Pra­xis her­an­zu­füh­ren und die Koope­ra­tion zwi­schen Stu­die­ren­den und Leh­ren­den an den Hoch­schu­len über die Gren­zen der eige­nen Insti­tu­tion hin­aus zu för­dern. Durch die Kon­ti­nui­tät ent­steht eine inten­sive Ver­net­zung, die es vor allem mit Blick auf den Nach­wuchs lohnt, aus­zu­bauen.

För­de­rung

Natio­nale Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik; Bun­des­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz, Bau und Reak­tor­si­cher­heit (BMUB); Bun­des­in­sti­tut für Bau‑, Stadt- und Raum­for­schung (BBSR)

Bear­bei­tung

Prof. Dr. Angela Mil­lion, Felix Bent­lin

Part­ner

Hoch­schu­len und Uni­ver­si­tä­ten in Deutsch­land

Down­loads

Publi­ka­tio­nen

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Archive

Die rebel­li­sche Stadt

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Das „Rebel­li­sche“ ist ein wesent­li­cher Bestand­teil der DNA der euro­päi­schen Stadt: Selbst­ver­wal­tung, lokale Mit­be­stim­mung und dezen­trale Struk­tu­ren prä­gen das Ver­ständ­nis der Städte und Gemein­den in Deutsch­land seit lan­gem. Hier­mit als Aus­gangs­punkt ent­wer­fen Stu­die­rende der elf teil­neh­men­den Hoch­schu­len die Defi­ni­tion einer rebel­li­schen Stadt.

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Die Leip­zig Charta zur nach­hal­ti­gen euro­päi­schen Stadt wird im kom­men­den Jahr zehn Jahre alt. Sie hat das Pri­mat der Nach­hal­tig­keit gesamt­eu­ro­pä­isch vor­ge­dacht, auf natio­na­ler Ebene ver­an­kert und auf loka­ler Ebene mit dem Instru­ment der inte­grier­ten Stadt­ent­wick­lung umge­setzt…

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Bil­dung fin­det nicht nur im Schul­un­ter­richt statt, son­dern auch in Fami­lien, Ver­ei­nen, Jugend­clubs, bei Kul­tur­ange­bo­ten, im öffent­li­chen Raum, unter Gleich­alt­ri­gen oder durch Medi­en­nut­zung. So ver­stan­den, geschieht Bil­dung an den unter­schied­lichs­ten Orten und in diver­sen Räu­men.

Die selbst­ge­machte Stadt

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Die „zeit­ge­rechte Stadt“ ist ein viel­schich­ti­ges Thema für die Zusam­men­ar­beit von elf Hoch­schu­len. In die­ser vier­ten Runde der Koope­ra­tion gab es erneut eine große Band­breite von Semi­na­ren, Pro­jek­ten und Abschluss­ar­bei­ten zu ver­schie­de­nen Fra­ge­stel­lun­gen von Zeit und Stadt.

Die res­sour­cen-effi­zi­ente Stadt

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FNEZ  |  WS 2011/12
Im Jahr 2011/12 steht das Pro­jekt unter dem Thema der res­sour­cen­ef­fi­zi­en­ten Stadt und ist räum­lich sowie inhalt­lich an das Pro­jekt Inno­va­tionCity Ruhr ange­bun­den. Im Zen­trum ste­hen dabei u.a. fol­gende Fra­gen: Wie geht die Stadt von mor­gen mit den Ansprü­chen an Nach­hal­tig­keit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz um?

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Im Zen­trum die­ses Pro­jekts ste­hen die Ideen jun­ger Stu­die­ren­der zu Zukunfts­the­men der Stadt(planung). Hier­für haben ins­ge­samt neun Hoch­schu­len zu dem gemein­sa­men Rah­men­thema „Die unsicht­bare Stadt“ zusam­men­ge­ar­bei­tet: An allen neun Uni­ver­si­tä­ten wur­den im Som­mer­se­mes­ter 2010 Semi­nare zu unter­schied­li­chen Aspek­ten der unsicht­ba­ren Stadt ange­bo­ten.

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„Inno­va­tio­nen für Stadt­quar­tiere der Zukunft“ ist ein Pro­jekt­ti­tel mit pro­gram­ma­ti­schem Inhalt: Stu­die­rende von acht Uni­ver­si­tä­ten und aus neun Lehr­stüh­len ent­wi­ckeln in inter­dis­zi­pli­när und hoch­schul­über­grei­fend zusam­men­ge­setz­ten Grup­pen Ideen für die Zukunft des städ­ti­schen Lebens.