Bildungslücken in der Stadt? – Leh­rende und ler­nende Räume ent­wer­fen | WS 2014/15

Mas­ter-Pro­jekt
MA SRP1 / PJ / 8 SWS
Dozen­tIn­nen: Anna Juliane Hein­rich & Felix Bent­lin
Raum: SE-RH 006 (Ate­lier)
LV Nr.: 06361300 L21
1. Ter­min: Do. 16.10.2014
Don­ners­tags 14.00 – 18.00h


Das Ler­nen in der Schule und in ande­ren Bil­dungs­ein­rich­tun­gen macht nur einen Bruch­teil all unse­rer Bil­dungs­pro­zesse aus. Hin­ge­gen fin­det das infor­melle oder wilde Ler­nen immer und überall statt und ist damit für einen Groß­teil unse­rer Bil­dung ver­ant­wort­lich. Der öffent­li­che Raum kann beson­dere Anreize zur (un)bewussten Aus­ein­an­der­set­zung mit der Stadt und den Mit­men­schen set­zen, sodass Stadt als Erleb­nis- und Erfah­rungs­raum eine Kulisse des wil­den Ler­nen ist. Nicht zuletzt des­we­gen wer­den Stadt­pla­ne­rIn­nen zuneh­mend in die Gestal­tung von sog. Bil­dungs­land­schaf­ten ein­be­zo­gen. Wie leh­rende Räume aus­se­hen – hierzu fehlt es in der Pla­nungs­pra­xis aller­dings aktu­ell an visio­nä­ren Ideen und best-prac­tice Bei­spie­len. An die­sem Punkt
setzt das Mas­ter­pro­jekt an und ent­wi­ckelt Räume, die ihre Nut­ze­rIn­nen (her­aus) for­dern! Und nicht nur die Nut­ze­rIn­nen ent­wi­ckeln sich in die­sen Räu­men wei­ter, auch die Räume sol­len ver­än­der­bar blei­ben. Durch den Ein­satz von smart mate­ri­als bei­spiels­weise ent­wer­fen wir Räume der Zukunft.
Ziel des Mas­ter­pro­jek­tes ist es anre­gende, mul­ti­funk­tio­nale öffent­li­che Räume für unter­schied­li­che Ziel­grup­pen zu ent­wer­fen. Pro­dukte, wie Pla­kate, Modelle, Pro­to­ty­pen oder Bau­käs­ten die­nen dazu die Pro­jekt­er­geb­nisse anschau­lich ver­ständ­lich zu machen und zu kom­mu­ni­zie­ren. Den Start in die Arbeit stellt ein Map­ping-Pro­jekt dar. Hier­bei spüren wir in unse­rem Umfeld leh­rende und ler­nende Räu­men auf, eig­nen uns diese an, tes­ten ihre beson­de­ren Qua­li­tä­ten und hal­ten die Ergeb­nisse gra­fisch oder plas­tisch fest. Wei­tere Mei­len­steine des Pro­jek­tes könn­ten bei­spiels­weise eine Zukunfts­werk­statt zum ent­wer­fen ers­ter Ideen oder das Bauen Eurer Lern- und Lehr­räume als Pro­to­ty­pen im Maß­stab 1:1 sein. Im Ergeb­nis leis­ten die Ent­wurfs­ar­bei­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zu der Debatte um den Raum als 3. Päd­ago­gen und die Rolle der Stadt­pla­nung bei der (Weiter-)Entwicklung von Bil­dungs­land­schaf­ten sowie dem Dis­kurs rund um smart cities.
Das Mas­ter­pro­jekt wird als Ent­wurfs­ar­beit durchgeführt. Ent­spre­chend wird fast durch­ge­hend in Klein­grup­pen gear­bei­tet. Die Abga­be­leis­tung pro Klein­gruppe ist ein Ent­wurf – dar­ge­stellt auf Pla­ka­ten, als Modell und in einer Broschüre. Die Betreue­rIn­nen ste­hen alle zwei Wochen für Kon­sul­ta­tio­nen zur Verfügung. Außer­dem wer­den regel­mä­ßig Zwi­schen­prä­sen­ta­tio­nen durchgeführt.
Die Ver­an­stal­tung rich­tet sich expli­zit an Stu­die­rende mit Ent­wurfs­er­fah­rung. Grund­la­gen des Ent­wer­fens, der Plan­dar­stel­lung etc. sind nicht Inhalt des Mas­ter­pro­jek­tes.