ARCH+: Out of Balance – Kri­tik der Gegen­wart
ARCH+: Out of Balance – Kri­tik der Gegen­wart
1. Preis

Zwölf Preise und fünf Aner­ken­nun­gen wur­den von der Jury unter 180 Ein­sen­dun­gen von 499 Teil­neh­mern aus 18 Län­dern ver­ge­ben.

Der von ARCH+ und der Stif­tung Bau­haus Des­sau 2012 aus­ge­lobte inter­na­tio­nale Wett­be­werb “Out of Balance – Kri­tik der Gegen­wart. Infor­ma­tion Design nach Otto Neurath” ist ent­schie­den wor­den. Die Aus­wahl unter den 180 ein­ge­sand­ten Arbei­ten fiel nicht leicht. Die Jury ent­schied sich dafür, sechs Preise der 1. Kate­go­rie à 2.000€, 6 Preise der 2. Kate­go­rie à 1.000€ und fünf Aner­ken­nun­gen à 400 Euro zu ver­ge­ben. Die erfreu­lich hohe Wett­be­werbs­teil­nahme aus 18 Län­dern zeigt das breite inter­na­tio­nale Inter­esse am Infor­ma­tion Design, glei­cher­ma­ßen auch an den bri­san­ten Fra­gen der Gegen­wart.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen

mehr zu den Ergeb­nis­sen gibt es auf der Arch+ – Web­site

1. Preis

Fühl dich zuhause in dei­nem Zuhause

Eleo­nore Har­mel
Mathias Burke

Aus­züge aus der Begrün­dung der Jury

„Aus­gren­zung, ob im eige­nen Land oder im glo­ba­len Maß­stab, ist immer auch eine Folge von Ungleich­heit. Die Arbeit the­ma­ti­siert die Angst vor dem Anders­ar­ti­gen und zeigt, was Aus­gren­zung wort­wört­lich bedeu­tet, näm­lich die Errich­tung von unüber­wind­ba­ren Bar­rie­ren, Zäu­nen, Mau­ern über­all auf der Welt. Pro­dukte zur Grenz­si­che­rung wer­den von Rüs­tungs­fir­men mit der­sel­ben sach­li­chen Infor­ma­tion über ihre Leis­tungs­fä­hig­keit ange­bo­ten wie jedes andere Pro­dukt.

Die absurde Diver­si­fi­ka­tion die­ser tech­ni­schen Anla­gen zum Schutz der “Hei­mat” war der Aus­gangs­punkt für die böse Iro­nie der Arbeit, die ein Ange­bot an Zäu­nen und Selbst­schutz­an­la­gen im Stile eines Möbel­haus­ka­ta­logs wie für den Ein­kauf für ein gemüt­li­ches Heim prä­sen­tiert. Die Arbeit kom­bi­niert Infor­ma­ti­ons­gra­fi­ken über das Aus­maß der welt­wei­ten Ein­zäu­nung und des Wohl­stands­ge­fäl­les mit sorg­fäl­tig aus­ge­führ­ten Zeich­nun­gen, die gerade in ihrer tech­ni­schen Anmu­tung die Atmo­sphäre von Abwehr und Aus­gren­zung trans­por­tie­ren.“

Mehr zum Pro­jekt gibt es auf traum​zaun​.net.